Vancouver Experience: High School, Gym und die kanadische Natur

Artikel - Vancouver Experience: High School, Gym und die kanadische Natur

Portrait Austauschschülerin Eleni
Eleni
Kanada
Ein Semester

Im August 2025 bin ich ins Flugzeug gestiegen und auf die andere Seite der Welt geflogen – genauer gesagt nach Vancouver in Kanada. Dort habe ich fünf Monate verbracht. Ich würde sagen, diese Zeit war eine der besten meines Lebens.

Schon vor der Abreise war ich gespannt, was mich erwarten würde. Ich freute mich sehr, hatte aber gleichzeitig grosse Angst: ein neues Land, eine neue Sprache, eine neue Familie, neue Menschen und der Gedanke, für längere Zeit weit weg von zuhause zu sein. Rückblickend kann ich sagen, dass genau diese Mischung aus Vorfreude und Angst den Start so besonders gemacht hat.

Die ersten Tage in Vancouver waren herausfordernd. Alles war neu – die Stadt, der Alltag, die Art, wie Menschen miteinander umgehen. Besonders aufgefallen ist mir, wie freundlich die Kanadierinnen und Kanadier sind. Ich habe mich jedoch schnell eingelebt und meine Routine gefunden, und schon nach kurzer Zeit fühlte sich Vancouver wie mein zweites Zuhause an.

Ein grosser Teil meines Austauschs spielte sich in der Schule ab. Dort habe ich die Magee Secondary School besucht. Ich hatte jeden Tag die gleichen vier Fächer: Culinary Arts, Media Design, Art Studio Foundation und Pre-Calculus. Ich persönlich habe den Unterricht als sehr einfach empfunden, was jedoch auch an der Fächerwahl lag. Besonders spannend fand ich, dass man sich seine Fächer selbst aussuchen kann. Der Umgang zwischen Lehrpersonen und Schüler:innen war viel lockerer, und der Fokus lag stärker auf Mitarbeit und Projekten. Es gab auch viele schulische Aktivitäten wie zum Beispiel Spirit Week, Pep Rally, Senior Sunrise und Schulpartys. In Vancouver selbst gibt es sehr viele Austauschschüler:innen, doch an meiner Schule waren es nur ich und eine weitere Schülerin aus Italien. Zuerst machte mich das nervös, doch gerade dadurch habe ich viele kanadische Freundschaften geschlossen, was mich heute sehr glücklich macht.

Steg mit Booten in Vancouver
Gruppe von Freundinnen bei einem festlichen Event

Neben der Schule habe ich mich natürlich auch anderweitig beschäftigt. Ich ging regelmässig ins Gym und in eine Tanzschule. Ausserdem habe ich viel Zeit mit Freunden verbracht, da es in und um Vancouver unglaublich viel zu entdecken gibt. Die Nähe zur Natur ist etwas, das mich besonders beeindruckt hat. Innerhalb kurzer Zeit kann man vom Stadtzentrum ans Meer, in die Berge oder in Parks gelangen. Gleichzeitig ist Vancouver eine lebendige Grossstadt mit Cafés, Restaurants und vielen verschiedenen Kulturen. Diese Kombination macht die Stadt einzigartig.

Natürlich war nicht immer alles einfach. Ein Austausch bedeutet auch, aus der eigenen Komfortzone herauszutreten. Heimweh, sprachliche Unsicherheiten oder kulturelle Unterschiede gehören dazu. Doch genau diese Herausforderungen haben mich selbstständiger und offener gemacht.

Am Ende musste ich feststellen, dass das Zurückkommen viel schwerer war als das Weggehen. Dennoch bin ich unglaublich dankbar für diese besondere Zeit und all die Erinnerungen, die ich sammeln durfte, und werde sie nie vergessen. Insgesamt würde ich mich definitiv wieder dafür entscheiden – und kann ein Austauschsemester jedem weiterempfehlen.

Kanada Flagge
Austauschschülerin bei Schnee und Nebel vor einer Eisbahn

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