Mein Abenteuer in Adelaide, Australien

Artikel - Mein Abenteuer in Adelaide, Australien

Nina Bueeler
Nina
Australien
Ein Semester

Als ich mich in den Flieger gesetzt habe, lagen Nervosität und Spannung in der Luft. Es war aufregend, da ich nicht wusste, was mich erwarten wird und wie mein Leben auf der anderen Seite der Welt aussehen wird. 

Ich kam eine Woche vor Schulbeginn an, um mich einzuleben. Ich dachte es wäre der perfekte Zeitpunkt, den Ort und die Familie kennenzulernen. Doch es war für mich die herausforderndste Zeit. Ich kannte noch niemand, meine Gastmutter musste arbeiten und somit war ich an einem fremden Ort auf mich allein gestellt. Es war Sommer hier in Adelaide, deshalb verbrachte ich die Mehrheit der Zeit am Strand und erkundete Adelaide. 

Endlich fing die Schule an und ich lernte sehr viele neue Leute kennen. Die Schule, die ich besuche, heisst Brighton Secondary School und ist nur 10 Minuten zu Fuss vom Strand entfernt. Meine Fächer sind richtig cool und anders, denn in der Schweiz. Ich habe outdoor education, in diesem Fach gingen wir surfen und ich werde noch in ein bushwalking camp gehen. Ausserdem besuche ich Food & Hospitality, Jewellery Manufacturing, Photography und die zwei Pflichtfächer Mathe und Englisch. Die Schule ist sehr anders als ich es mir von der Schweiz gewöhnt bin. In jedem Fach war ich von einer anderen Klasse umgeben. Dies machte es schwieriger Freunde zu finden. Mir wurde bewusst das es Zeit braucht «seine Leute» zu finden. 

Im Vorhinein konnte ich Wunschfächer angeben, die ich dann auch bekommen habe, allerdings ist es nicht sicher, dass man genaue seine Präferenzen bekommt. Allgemein ist mir aufgefallen, dass die Schulen hier in Südaustralien viel mehr Texte und Arbeiten schreiben, statt Prüfungen zu absolvieren. Das bedeutet, dass du im Unterricht oft selbstständig an deinem Auftrag arbeitest und wenn man nicht fertig wird, muss man zuhause arbeiten. Generell von meinen Erfahrungen kann ich sagen, dass das Niveau in der Schule viel tiefer und unseriöser als in Schweizer Schulen ist.

Ein Schultag startet bei mir um 9 Uhr. Somit stehe ich jeweils um 7:30 auf und bereite mir Mittag vor. Dann habe ich 1 Stunde ein Fach und eine weitere ein anderes. Nach einer kurzen 20-minütigen Pause habe ich eine Doppellektion und anschliessend Mittag. An meiner Schule ist die Regel, dass man draussen essen muss. Dies ist einerseits cool andererseits ein bisschen nervig, da der Schulplatz richtig voll und laut ist. Nach Mittag habe ich jeweils nochmals zwei Stunden und um 15.30 Uhr ist Schluss. Die Schultage hier sind sehr kurz und nicht anstrengend, somit habe ich nach der Schule jeweils noch viel Zeit. Da ich hier nicht viel Hausaufgaben habe gehe ich meistens nach der Schule and den Strand oder mit Freunden in eine Shopping Mall. Um den Tag ausklingen zu lassen gehe ich oft auch noch den Sonnenuntergang beim Strand schauen.

An Wochenenden gehe ich häufig mit Freunden an den Strand oder den Ort erkunden. Meistens bin ich mit anderem Austauschschüler unterwegs, da sie die gleichen Interessen haben. Manchmal schliesse ich mich auch meiner Gastfamilie an und verbringe die Zeit auf Spielplätzen oder bei deren Familien.

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Nina Bueeler - Australien
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Nina Bueeler
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Die ersten paar Wochen war es mir vielfach langweilig und ich hatte Heimweh aber mit der Zeit habe ich meinen Rhythmus, Hobbys und Beschäftigungen gefunden. Mir wurde zum Beispiel bewusst, dass ich hier die Bewegung vermisse, da ich keinen Sportklub wie in der Schweiz besuche. Dann habe ich das Joggen für mich entdeckt und bin allgemein viel draussen unterwegs. Ausserdem habe ich angefangen zu häkeln, womit die Zeit schnell umgeht.

Mit meiner Gastfamilie hatte ich nicht so Glück, deshalb habe ich mich nach 3 Monaten dazu entschieden zu wechseln. Meine neue Gastfamilie ist aber richtig toll und hat 3 kleine Kinder. Sie nahmen mich direkt in ihre Familie auf und ich verbringe viel Zeit mit ihnen. An Wochenenden gehen wir viel auf Spielplätze und am Abend spiele ich mit den Kindern. Die neue Gastfamilie schätze ich sehr.

Nebst den unzähligen Strandtage und traumhaften Sonnenuntergänge war ich mit der Schule zweimal surfen, an einem Cricket sowohl als auch einem AFL (australian football league) Spiel. Oftmals ging ich mit Kolleginnen am Strand Fish & Chips oder Pizza essen und war wandern, wo wir jeweils Kängurus und Koalas in der Wildnis gesehen haben. Ausserdem war ich in wildlife Parks, um die lokalen Tiere hautnah zu erleben. Ich war an Felsen klettern, an einem Reitturnier und mein absolutes Highlight mit Delfinen Schwimmen.

Vor dem Flug konnte ich mir gar nicht vorstellen, was ich alles erleben werde. Ich war offen und habe alles Mögliche ausprobiert und Herausforderungen angenommen, um meine Zeit hier in Australien unvergesslich zu machen.

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